Die Trommelbremse stellte bis in die 80er Jahre den Standard der Betriebsbremsen bei den Automobilen dar. Abgelöst wurde sie von der Scheibenbremse, die vor allem zuerst bei Sportwagen und in der Oberklasse Verwendung fand.
Die größten Nachteile der Trommelbremse gegenüber der Scheibenbremse sind ein höherer Materialbedarf, eine höhere Masse und auch eine geringere Wartungsfreundlichkeit. Außerdem sind Trommelbremsen anfälliger für das so genannte Bremsenfading, also dem Nachlassen des Bremsdruckes bei extremen Belastungen. Trommelbremsen als Feststellbremsen sind jedoch immer noch, teilweise auch in abgewandelter Form, verbreitet.
Der vereinfachte Aufbau der Trommelbremse besteht aus einer Bremstrommel, den Bremsbacken, verschiedenen Federn und einem oder zwei Radbremszylindern.
Ausführungen der Trommelbremse sind die Simplex oder auch die Duplexbremse. Unterschied dabei ist, das bei der Simplexbremse die Bremsbacken von einem Radbremszylinder gegen die Bremstrommel gedrückt werden und sich dabei an einem Festpunkt abstützen und bei der Duplexbremse die Bremsbacken von zwei Radbremszylindern an die Bremstrommel gepresst werden.