Die Scheibenbremse stellt als Betriebsbremse den Standard im Pkw Sektor dar, verdrängte durch ihre Vorteile, wie Material- und Masseeinsparung, wartungsfreundlicheren Aufbau und bessere Wirksamkeit, die Trommelbremse selbst bei Kleinwagen fast vollständig. Einer der Ersten Hersteller, der diese Bremsen serienmäßig einsetzte, war die britische Automobilmarke Jensen Motors bei ihrem Modell 541 Mitte der 50er Jahre.
Lediglich bei Hinterachsen wird noch die Trommelbremse in Verbindung als Feststellbremse häufiger eingesetzt. Die Scheibenbremse unterscheidet sich abhängig der Leistungsstärke im Aufbau zwischen Ein- und Doppelscheiben sowie auch Ein- und Mehrkolbenanlagen. Das Material der Scheibenbremse ist üblicherweise Stahl, beim Rennsport werden allerdings auch Kohlefaserbremsen, die extreme Verzögerungswerte erreichen, eingesetzt. Durch die enorme Betriebstemperatur, die diese Bremse braucht um optimal arbeiten zu können, schlugen Versuche, diese Technik auch außerhalb des Rennsportes einzusetzen selbst bei solchen Boliden, wie dem Mercedes Benz SLR McLaren fehl.
Der vereinfachte Aufbau einer Scheibenbremse besteht aus der Bremsscheibe, dem Bremssattel, den Bremskolben und den Bremsklötzern. Beim Bremsen werden diese von beiden Seiten an die Bremsscheibe gedrückt.