Die französische Automobilfirma Renault wurde 1898 von den drei Brüdern Fernand, Louis und Marcel Renault in Billancourt, nahe Paris, gegründet unter dem Namen Renault Freres, Gebrüder Renault. Bis 1944 wurde das Unternehmen Renault geführt von Louis, nach dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit den Deutschen Besatzern wurde er inhaftiert und verstarb im Gefängnis. Somit wurde Renault 1945 dem französischen Staat übereignet.
Bis dahin entwickelte sich die Automobilfirma Renault schnell. Mehrere Richtungsweisende Erfindungen, wie die Kardanwelle, der Sicherheitsgurt, der Turbolader und auch die Trommelbremse wurden patentiert. Der Durchbruch vom Familienunternehmen zum Konzern wurde allerdings bewirkt im Jahre 1906 durch ein Pariser Taxiunternehmen, welches 1500 Taxen orderte.
Schon 1909 begann Renault die Fertigung von Lkws und Zugmaschinen, innovativ durch die Möglichkeit der Allradlenkung und des Allradantriebes. 1913 hatte der Konzern schon fast die Produktionszahlen von Ford erreicht. In der Zeit des ersten Weltkrieges produzierte Renault vornehmlich Rüstungsgüter, Flugzeuge und Panzer.
Nach dem Krieg wurde die Produktion von Autos wieder aufgenommen und auch auf die Sparte der Bootsmotoren ausgeweitet. Mit dem Bau von Autos mit Dieselmotoren und der Entwicklung von Kraftstoffsparenden Modellen zur Zeit der Weltwirtschaftskrise fundamentierte Renault seinen Spitzenplatz bei den Automobilherstellern. Nach der Weltwirtschaftskrise entstand Europas größtes und modernstes Automobilwerk auf einer Seine Insel.
Nach der Eroberung Frankreichs im zweiten Weltkrieg arbeitete Louis Renault mit den Deutschen Besatzungsmächten zusammen und fertigte Lastkraftwagen für die deutsche Armee, weswegen er 1945 als Kollaborateur verhaftet wird und im Gefängnis verstirbt.
Die Renault Markenlogos von 1920 bis Heute.



Nach dem Krieg, Renault wurde an den französischen Staat übereignet, werden zuerst die Schäden an den Fabriken beseitigt, um die Automobilproduktion wieder aufzunehmen. Kleinwagen, wie etwa der R 4 schrauben die Verkäufe nach oben. Renault ist bald von den Zulassungszahlen wieder führend und auch der Export nimmt stetig zu. Vor allem auch im Sektor der Nutzfahrzeuge expandiert die Firma durch Kooperationen und Zukäufe, die zusammengefasst werden unter dem Namen RVI. Von 1979 bis 1983 werden 40% der Anteile des amerikanischen Truck Herstellers Mack gekauft. 1990 wird Mack schließlich komplett übernommen.
Anfang der 80er Jahre erleidet Renault eine Absatzschwäche, der durch die Entwicklung neuer Modelle erfolgreich entgegengewirkt werden kann. Durch die Allianz mit dem japanischen Automobilhersteller Nissan und dem Aufkauf von Dacia und Samsung Motors ist man nun mittlerweile einer der größten Automobilkonzerne der Welt, auch wenn 2000 RVI Renault Véhicules Industriels, die LKW Sparte von Renault, an Volvo verkauft wird.
Im Motorsport aktiv ist Renault im Rallysport, verschiedenen Formel Serien und jetzt wieder sehr erfolgreich in der Formel 1, 2005 und 2006 Weltmeister in der Fahrer- und Konstrukteurswertung.