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O wie Oldsmobil - Aktualisiert 060507

Oldsmobil - Olds Gasoline Engine Works // Zur Übersicht Autolexikon

Die amerikanische Automobilmarke Oldsmobile wurde von Ramson Eli Olds 1891 unter dem Namen Olds Gasoline Engine Works gegründet. Das erste Fahrzeug welches gebaut wurde hatte als Antrieb noch eine Dampfmaschine. Diese anfällige und wenig effektive Antriebsart wurde aber schon bald zugunsten der von Nikolaus August Otto erfundenen Verbrennungsmotoren aufgegeben.

Die folgenden Modelle wurden daher nach einer Versuchsphase alle mit einem Einzylinder Viertaktmotor gebaut. Verschiedene Einzelmodelle lieferten die Erfahrungswerte für das wohl erste in Serie hergestellte Automobil der Welt, welches schon 1903 in die Produktion ging und 1904 über 5000 mal die Fabrik verließ. Den Erfolg des Curved Dash, der mit seinem 1600 ccm Einzylinders über 35 km/h schnell war erlebte der Firmengründer Ramson Eli Olds nur noch als Außenstehender mit. Nachdem er seine Firma 1901 an den Industriellen S. L. Smith verkauft hatte, verließ er 1903 die Olds Gasoline Engine Works um sich anderen Aufgaben zuzuwenden.

Erfolgsmodell Toronado von 1966

1908 kaufte der Gründer von General Motors, William Durant die Firma auf, nachdem er kurz vorher schon Buick erworben hatte, und gliederte sie als Oldsmobile in seinen Konzern ein.

Für Oldsmobile war damit die finanzielle Grundlage geschaffen die Modellpalette auszudehnen. Es dauerte allerdings noch bis in die 20er Jahre, bis Oldsmobile seinen Platz im Konzern General Motors finden sollte. Unter A. P. Sloan wurde die Hierarchie bei GM exakt definiert, so dass sich zukünftig die einzelnen Marken bei dem Kampf um Marktanteile nicht mehr als Konkurrenten sehen mussten. Oldsmobile rangierte dabei unter Cadillac und Buick und über Pontiac und Chevrolet und war damit für goldene Mitte im Konzern verantwortlich.

Die Neuerungen waren erfolgreich und verhalfen Oldsmobile zu einer Marktposition unter den ersten fünf Herstellern dieses Segmentes in den Vereinigten Staaten. Obwohl oder vielleicht gerade deswegen, dass Oldsmobile bis Mitte der 60er Jahre mit seinen Modellen lediglich Hausmannskost anbot, die zwar wenig anfällig aber auch noch viel weniger auffällig waren.

Erst 1965 kam mit dem Toronado ein Sportcoupe, welches der Marke Oldsmobile zu einer ganz neuen Pressewertung verhalf. Das wohl stärkste und typisch amerikanisch überdimensionierte Coupe seiner Zeit. Es war als direkter Konkurrent zum Thunderbird von Ford entwickelt wurden und bot durch seinen bärenstarken V8 mit 385 PS aus knapp sieben Liter Hubraum mehr Leistung zu einem günstigeren Preis. Ein Wagnis war lediglich in dem von Heckantrieben dominierten Amerika einen Fronttriebler anzubieten. Durch den Frontantrieb war das Auto allerdings für seine Größe überraschend wendig und verkaufte sich von Beginn an sehr gut.

Alero, das letzte Modell

In seiner Fertigungszeit bis zur Mitte der 90er Jahre wurde das Erfolgsmodell mehrfach überarbeitet. Anfang der 70er Jahre nochmals vergrößert, beugte man sich Ende der 70er Jahre dem Zeitgeist und der Energiekrise und der Toronado bekam nochmalig eine komplett Überarbeitung oder besser Schrumpfung verabreicht. Mit den dann noch zur Verfügung stehenden Motorisierung von 165 PS katapultierte sich der Toronado allerdings aus der Riege Traumwagen heraus.

Obwohl Oldsmobile viele verschiedene und auch ausgesprochen formschöne und erfolgreiche Modelle, wie den Starfire oder den Omega, um nur einige zu nennen, entwarf, war der Toronado wohl das bekannteste und erfolgreichste Modell von Oldsmobile.

Um in Europa in den Besitz eines Oldsmobile zu kommen blieb oftmals nur der Gang zum Importeur, denn offiziell kam nur der Alero, eine Mittelklasse Limousine im Markenverbund unter dem Label von Chevrolet auf den Markt. Der Alero, der bis 2004 gefertigt wurde, war auch das letzte Modell von Oldsmobile. Nach beständig nachlassenden Verkaufszahlen entschied sich der Mutterkonzern General Motors 2005 die Produktionsstätten des Labels Oldsmobile zu schließen und damit ein Gründungsmitglied von GM aufzugeben.


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