Der Moskwitsch bedeutet auf Russisch der Moskauer, die Fabrik mit Namen MZMA (Moskowskij Sawod Malolitraschnich Awtomobilej - Moskauer Fabrik für kleinmotorige Automobile) entstand im Jahre 1947 aus der in den 30er Jahren gegründeten KIM,
die schon zu dieser Zeit den Ford A in Lizenz produzierte.
Die Sowjetunion bekam als Reparationsleistung die gesamten Fertigungsanlagen für das Modell Kadett der
Adam Opel AG. Diese wurden in Rüsselsheim abgebaut und in der Fabrik in Moskau wieder montiert.
Ende 1947 begann man schon im MZMA das erste Modell, den Moskwitsch 400, sozusagen ein Lizenzbau des Opels Kadett, zu fertigen. Bis 1975 erhielten alle neuen Modelle fortlaufende 400er Nummern, erst ab 1975 ging man dazu über, die vierstelligen Typbezeichnungen mit der 21 beginnen zu lassen. Ende der 50er Jahre wurde dann das Modell 410 entwickelt, das besondere war der permanente Allradantrieb. Zum Vergleich, die Firmen die mit Allradtechnik am ehestens in Verbindung gebracht werden, der japanische Hersteller Subaru und die deutsche Marke Audi realisierten solch eine Technik erst wesentlich später. (Nachzulesen in den Beiträgen zu Subaru und Audi.)

Einzelne Modelle für den Export, allerdings nicht in die DDR wo der Moskwitsch auch eher als Mossi bekannt war, wurden auch mit Dieselmotor unter dem Namen Scaldia hergestellt. Nach dem Aufkauf der Produktionsanlagen des Modells 1510 des gescheiterten französischen Automobilherstellers Simca wurde dieser als Moskwitsch 2141 unter dem Namen Aleko weiterproduziert.

Nach mehr als 4 Millionen Fahrzeugen, ständigen finanziellen Engpässen, dramatisch gesunkenen Verkaufszahlen unter anderem durch extrem schlechte Verarbeitungsqualität wurde Moskwitsch Anfang 2006 für Insolvent erklärt. Damit endet die Geschichte eines sowjetisch- russischen Automobilherstellers.