Auch als Antiklopfregelung bezeichnet, Elektronik die in die Motorregelung eingreift beim sogenannten Klingeln oder Klopfen.
Im Normalfall läuft der Explosionssvorgang in den Zylindern eines Verbrennungsmotors genau nach Plan ab. Der Zündfunke der Zündkerze bringt das hochverdichtete Kraftstoff- Luftgemisch zur Explosion, die Flammfront breitet sich mit 2500 Grad Celsius und bis zu 60 Bar Druck gleichmäßig aus.
Wehe, wenn diese Urgewalten außer Kontrolle geraten, sich selbst zu früh entzünden durch eine zu geringe Klopffestigkeit oder Fehler im Motormanagement.
Die Druckwellen dieser Explosionen stoßen mit der regulären Flammenfront zusammen. Dabei werden alle mechanischen Bauteile aufs extremste belastet. Akkustisch wahrnehmen kann man das dabei durch auftretende Klingel- bzw. Klopfgeräusche.
Sicherlich ist es verständlich, das ein Kolben, der mit 70 km/h seinem OT (Oberer Totpunkt, Umkehrpunkt das Kolbens) entgegenrast und dabei durch die zu frühe Entzündung des Kraftstoff- Luftgemisches so etwas wie einen sehr derben Schlag auf den Kopf bekommt, bei diesen Arbeitsbedingungen seinen Dienst alsbald verweigern würde.
Hier beginnt die Arbeit des Schutzengels des Kolbens, der Antiklopfregelung.
Ein Schallsensor sendet bei solchen Geräuschen ein Signal an das Motormanagement, den Zündfunken erst später, im Regelfall 3 Kurbelwellengrad, zu erzeugen. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden, bis das Klopfen aufhört und wird danach wieder zurückgenommen.
Im Idealfall hat jeder Zylinder seinen eigenen Sensor, um zu gewährleisten das die Leistung des Motors durch die Veränderung des Zündzeitpunktes nicht zu sehr abfällt.