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D wie Daimler Motoren Werke - Aktualisiert 100307

Daimler // Zur Übersicht Autolexikon

Gottlieb Daimler, ähnlich wie Carl Benz verantwortlich für die Motorisierung in Deutschland, begann seine Laufbahn als Lehrling eines Büchsenmachers. Nach dem ablegen der Gesellenprüfung, die aus der Fertigung einer doppelläufigen Pistole bestand, suchte er ein neues Betätigungsfeld. Fortan gehörte sein Erfindertum der Konstruktion und Herstellung von Lokomotiven, bis er, verschreckt durch die immense Konkurrenz der blühenden Eisenbahnindustrie, versuchte komplett neue Wege zu gehen.

Nach einer Zeit in England als Maschinenbauer nahm er die Herausforderung bei der Gasmotorenfabrik Deutz AG an, wo er zum technischen Direktor avancierte. Hier wurde sein Forscherdrang weiter unterstützt und er konnte zusammen mit Maybach den von Otto erfundenen Viertaktmotor zur Serienreife entwickeln. Viele Erfindungen und Patente gehen auf das Konto der in Folgezeit fast unzertrennlichen Pioniere der Automobiltechnik Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach.

1882 verlässt Daimler nach einem Streit mit Otto die Firma Deutz und gründet eine Versuchswerkstatt zur Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren. Nach vielen Erfolgen und angemeldeter Patente gründet er die Daimler- Motoren- Werke. Trotz das sich Daimler auf die Herstellung von Motoren, nicht nur für Automobile, sondern auch für Flugzeuge konzentrieren will, konstruiert Maybach in Folge auch Automobile und das erste Motorrad der Welt, den Daimler Reitwagen von 1895. Weitere Erfindungen, die das Weltgeschehen tiefgreifend verändern sollten gehen auf das Konto von Daimler und Maybach, der Einbau eines Verbrennungsmotors in ein Boot, das erste vierrädrige Kraftfahrzeug, Carl Benz konstruierte hingegen als erster 1895 ein dreirädriges Fahrzeug.

Das erste Motorrad

Zwischendurch muss Daimler seine Firma auch aus finanziellen Gründen verlassen, kann aber mit Hilfe eines britischen Industriellen wieder Teilhaber werden. 1899 konstruierte Maybach einen Rennwagen, der auf Anweisung von Daimler Mercedes getauft wurde, nach der Tochter eines befreundeten Geschäftsmannes Emil Jellinek.

Daraus entstand 1926, als sich die Daimler- Motoren- Gesellschaft und der Automobilhersteller Benz & Cie zusammenschlossen die Daimler- Benz AG, in Deutschland eher bekannt als Mercedes. Der Markenname Mercedes kam auch daher, dass die Rechte am Namen Daimler von ausländischen, britischen Investoren im Zuge von Lizenzaufkäufen erworben wurden. Um rechtlichen Schwierigkeiten mit der englischen Firma Daimler Motor Company zu vermeiden wurde der Markenname Mercedes etabliert.


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