Die Chevrolet Motor Car Company, gegründet 1911 in der Autostadt Detroit, USA, von seinem Namensgeber Louis Chevrolet und dem Schöpfer von dem späteren Megakonzern General Motors, William C. Durant schaffte es nur eine recht kurze Zeit, sich seine Unabhängigkeit zu erhalten. Doch alles der Reihe nach, Louis Chevrolet geboren in der Schweiz, lernte nach dem Umzug nach Frankreich den Beruf eines Kfz- Mechanikers. Sein Fable für den Rennsport führte ihn nach Paris zu Darracq. Die nächsten Stationen im Leben des jungen Chevrolet waren Kanada und die USA, wo er als Taxifahrer und Mechaniker arbeitete.
Ab dem beginnenden 19. Jahrhundert arbeitete Chevrolet bei De Dion- Bouton und begann seine Leidenschaft zum Rennsport auszubauen. Schon die ersten Rennen, die er für die Marke Fiat bestritt brachte Erfolge, die seine Rennfahrerkarriere mit vielen Weltrekorden krönte, die aber trotzdem traurig enden sollte. Nachdem Louis sich schon einen Namen im Rennsport gemacht hatte, eiferten seine beiden Brüder ihm mit fatalen Folgen nach.

Nach dem ersten Weltkrieg und vielen Erfolgen der Brüder verunglückte Louis Chevrolet so schwer, das er Jahre im Krankenhaus verbringen musste. Die Entscheidung, nie wieder Rennen zu fahren kam aber erst mit dem Tod seines Bruders Gaston bei einem Rennen in Beverly Hills 1920. Zuvor hatte er sich schon mit seinem Partner bei Chevrolet Motor Car Company, Durant in Bezug auf die Entwicklung und Produktion von Modellen seiner Marke nicht einigen können. Durant vertrat den Standpunkt, preiswerte Fahrzeuge zu bauen, die sich in großen Stückzahlen zu einer Konkurrenz zu den damaligen Modellen von Ford entwickeln sollten. Chevrolet aber wollte weiterhin daran festhalten, höherwertige Automobile in kleinerer Stückzahl zu einem höheren Preis anzubieten. Die Fronten der beiden Geschäftspartner verhärteten sich so, dass Louis Chevrolet seine eigenen Firma 1913 verlassen musste, ohne allerdings seinen Namen mitnehmen zu können.
Daraufhin gründetet er 1914 die Firma Frontenac Motor Corporation, die seiner Liebe zum Rennsport neue Dimensionen verleihen sollte. Die in Folge produzierten Frontenac waren technische Meisterwerke und für den Motorsport prädestiniert.
Seine ehemalige Firma Chevrolet, ab 1918 offiziell Bestandteil des sich rasend schnell vergrößernden General Motors Konzern, wurde zu einem Synonym für Millionen von verkauften Modellen, aber auch Massenmarkt tauglich gemachten Sportboliden.

Aus dem bekanntesten Modell, der Corvette, wurde im Europa der Neuzeit sogar ein eigenes Label konzipiert, um den erfolgreichen Sportwagen von den übrigen Modellen von Chevrolet abzugrenzen. Europaweit ist Chevrolet auch ein weiterer Coup mit dem Aufkauf der asiatischen Marke Daewoo gelungen. Mit der Erweiterung durch den südkoreanischen Automobilhersteller gelang es Chevrolet auch in Europa seinen Umsatz zu steigern. Cevrolet bewirbt seine Modelle mittlerweile massiv mit dem Slogan der Chevy Happy Hours, wobei Chevy die bekanntere sprachliche Umgangsform von Chevrolet publiziert.